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Sicherheitstipps Enkeltrick

An alle Seniorinnen und Senioren:
Fallen Sie nicht auf den Enkeltrick herein!

Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der sich gezielt gegen ältere Menschen richtet und für diese oft existenzielle Folgen haben kann.

Zum einen, weil sie dadurch hohe Geldbeträge verlieren können oder unter Umständen sogar um ihre Lebensersparnisse gebracht werden. Zum anderen sind die Betrogenen noch den Vorwürfen und dem Unverständnis ihrer Verwandten ausgesetzt.

Dabei gehen Kriminelle wie folgt vor:

Im Telefonbuch suchen sie sich Personen mit "altmodisch" klingenden Vornamen heraus, da sie hinter diesen Namen ältere Menschen vermuten. Diese rufen sie dann gezielt an und verwickeln die Angerufene oder den Angerufenen zunächst einmal in eine Art Ratespiel mit den Worten "Rate mal, wer dran ist!". Die Täter hoffen, so den Namen einer Person aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis zu bekommen (beispielsweise Enkel/in, Neffe/Nichte, Sohn/Tochter). Nennt die angerufene Person einen Namen (z. B. "Bist du es, Florian?"), bestätigt der Täter dies, gibt sich in der Folge als "Florian" aus und bittet kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf.

Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Senioren durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt.

Beim ersten Gespräch oder weiteren Telefonaten (wenn das Geld beispielsweise bereits bei der Bank abgeholt wurde) wird ein Bote angekündigt, der das Geld entgegennimmt. Auf diese Weise sind von Täterinnen und Tätern in der Vergangenheit bereits Beträge von über 20.000 Euro erbeutet worden.


Tipps der Polizei
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
  • Erfragen Sie während des Telefonats Gegebenheiten/Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte beantworten kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den nächsten Tag einen Gesprächstermin.
  • Fragen Sie nach der Telefonnummer des Anrufers.
  • Nehmen Sie mit dem richtigen Verwandten/Bekannten oder anderen Familienangehörigen unter den Ihnen bekannten Telefonnummern Kontakt auf und lassen sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Quellen: Informationen der "Polizeilichen Kriminalprävention"