Corona-Hilfe für Unternehmen, Freiberufler, Selbstständige und Studierende

Wichtige Informationen zur Corona-Hilfe

Hier geben wir Ihnen einen Überblick der Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen in dieser außergewöhnlichen Situation. Aufgrund der sich ständig ändernden Informationslage versuchen wir, diese Informationen für Sie so aktuell wie möglich zu halten.

Der Koalitionsausschuss mit den Spitzen von CDU, CSU und SPD hat sich am 25.08.2020 darauf verständigt, die Unterstützung für Unternehmen und Beschäftigte angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterzuführen. Einen Überblick der wesentlichen Entscheidungen, die allerdings vom Bundeskabinett noch zu beschließen sind, erhalten Sie hier.

Als kurzfristige Liquiditätsunterstützung kommen folgende Maßnahmen in Frage, die von Ihnen im Einzelfall zu prüfen sind:

Corona-Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Stand: 23.10.2020

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche - auch Sozialunternehmen und Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion - sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, sofern sie

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt tätig sind und spätestens am 31. Oktober 2019 gegründet wurden;
  • in den vergangenen zwei Jahren zwei der folgenden drei Kriterien nicht überschritten haben: 43 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen Euro Umsatzerlöse, 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt;
  • in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten einen Umsatzrückgang um mindestens 50 Prozent hatten oder ein durchschnittlicher Umsatzrückgang im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent vorliegt.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, die sich bereits zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung befunden und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben. Für Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz und / oder einer Jahres­bilanz­summe von weniger als 10 Millionen Euro gilt dies nur dann, wenn sie Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind oder bereits Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.

Förderfähige Kosten


Erstattungsfähig sind nur fortlaufende, im Leistungszeitraum anfallende betriebliche Fixkosten und zwar konkret

  • Mieten und Pachten sowie Finanzierungskostenanteile von Leasingraten,
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltung,
  • Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen,
  • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
  • Grundsteuern,
  • betriebliche Lizenzgebühren,
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben,
  • Ausgaben, um die Bewirtung im Außenbereich zu ermöglichen oder im Innenbereich sicherer zu machen, zum Beispiel Anschaffung von Heizpilzen, Luftreinigern usw.


Zusätzlich umfasst sind

  • Kosten für Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer im Rahmen der Beantragung der Überbrückungshilfe,
  • Kosten für Auszubildende.
     

Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, sind pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten förderfähig.

Lebenshaltungskosten, private Mieten, ein Unternehmerlohn sowie Zahlungen an verbundene Unternehmen sind nicht förderfähig.

Höhe der Förderung

Die Leistungen wurden verbessert, künftigt werden erstattet:

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent),
  • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent (bisher 50 Prozent),
  • 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher 40 Prozent).

Bei der Schlussabrechnung sind künftig Nachzahlungen ebenso möglich wie Rückforderungen.
Maximaler Zuschussbetrag für 4 Monate: 200.000 Euro.

Antragstellung, Bewilligung

Anträge sind wie bei ÜH I über einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer zu stellen.
Bewilligungsstelle in Bayern ist die IHK für München und Oberbayern. Anträge können hier online gestellt werden.

Weitere Informationen


Weitergehende Informationen werden immer aktuell auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zur Verfügung gestellt.

Eine Checkliste zu den in dem Zusammenhang notwendigen Unterlagen finden Sie auf den Seiten der Bundessteuerberaterkammer.

Quelle: Bayerischer Bankenverband

Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Stand: 11.05.2020

Um Unternehmen in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat dazu mit den obersten Landesfinanzbehörden eine Reihe konkreter steuerlicher Erleichterungen abgestimmt. Eine Übersicht der steuerlichen Hilfsmaßnahmen erhalten Sie nachfolgend:

Weitere Informationen zu den bestehenden Möglichkeiten sowie die erforderlichen Antragsformulare erhalten Sie vom Bundesfinanzministerium hier.

(Quelle: Bundesfinanzministerium)


Einen Überblick zu den einzelnen Maßnahmen als eine Erstinformation über Steuererleichterungen für Betroffene bietet des Bayerische Finanzministerium hier.

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Finanzen)

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Stand: 24.03.2020

Die monatliche Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge führt in den Unternehmen zu erheblichen Liquiditätsabflüssen. Diese verschärfen unter Umständen finanzielle Schwierigkeiten, in die Unternehmen durch die Corona-Krise geraten sind.
 
In diesem Fall besteht für die Unternehmen die Möglichkeit, die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen. So können finanzielle Handlungsspielräume erhalten bleiben.
 
Voraussetzungen für die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist an folgende Voraussetzungen geknüpft (vgl. § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV):

  • Der Anspruch auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag darf nur dann gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre. Der Anspruch auf die Sozialversicherungsbeiträge darf aber nicht dauerhaft gefährdet sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht vorübergehend sind oder die Überschuldung nicht in absehbarer Zeit abgebaut werden kann.
  • Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse - z. B. durch die Corona-Krise - vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde.
  • Die Stundung wird gegen eine angemessene Verzinsung und in der Regel nur gegen Sicherheitsleistung gewährt werden. Eine Stundung ohne Teilzahlung ist in der Regel maximal für die Dauer eines Jahres zulässig.
     

Das Unternehmen muss die Stundung beantragen und glaubhaft darlegen, dass die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. Die betroffenen Unternehmen wenden sich hierzu bitte direkt an die zuständige Krankenkasse. Leider ist eine gebündelte Bearbeitung der Anträge durch eine zentrale Stelle nicht möglich, das heißt, sie müssen bei jeder einzelnen Krankenkasse den entsprechenden Antrag stellen.


Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hat zeitnah eine allgemeine Weisung zur Umsetzung der Stundung der Sozialversicherungsbeiträge in Aussicht gestellt. Sobald diese vorliegt, informieren wir darüber.

(Informationsquelle vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft)

Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld

Stand: 18.09.2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal erstattet.
  • Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2020 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 21 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.
     

Diese und weitere wichtige Informationen finden Sie auch auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit: Corona-Krise: Kurzarbeitergeld für Unternehmen.

Weiterhin können Sie sich über die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf der Homepage der Bundesregierung informieren.

Webinar zur Beantragung:

Im nachfolgenden Webinar hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit Informationen über die Einführung von Kurzarbeit sowie die Beantragung und Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes zusammengefasst.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Finanzielle Unterstützungshilfen der Förder-/Bürgschaftsbanken

Stand: 27.03.2020

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte der LfA Förderbank Bayern, der Thüringer Aufbaubank sowie der Sächsischen Aufbaubank, die Darlehensprodukte der KfW sowie verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung.

Ziel der Finanzierungshilfen: Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität, die es den Unternehmen ermöglicht, die schwierige Zeit zu überbrücken und sich zu stabilisieren.

Finanzierungsvoraussetzung: Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die nachfolgenden Angebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden.

Ihr Weg zu den Finanzierungshilfen: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote der LfA Förderbank Bayern, der Thüringer Aufbaubank, der Sächsischen Aufbaubank, der KfW sowie der Bürgschaftsbank in Bayern, Thüringen und Sachsen ist grundsätzlich Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Aktuelle Information zum KfW-Schnellkredit 2020: (Stand: 16.04.2020)

Der neue KfW-Schnellkredit 2020 soll Unternehmen mit mehr als zehn Vollzeitbeschäftigten, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, durch eine rasche Liquiditätshilfe unterstützen, weshalb die KfW auf eine Risikoprüfung in diesem Programm verzichtet. Das Programm hat die Programmnummer 078 und ist bis zum 31.12.2020 befristet.

Die näheren Förderbedingungen zum KfW-Schnellkredit 2020 erhalten Sie hier.

Aktuelle Information zum LfA-Schnellkredit:
(Stand: 04.05.2020)

Der LfA-Schnellkredit wird zur Unterstützung von Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern ausgereicht, die im Zuge der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Gefördert wird grundsätzlich der gesamte Liquiditätsbedarf des Unternehmens bis zum 31.12.2020, z. B. laufende Betriebskosten, Löhne und Gehälter, planmäßiger Kapitaldienst etc.

Die Details zum LfA-Schnellkredit können Sie hier abrufen.

Aktuelle Information der Bürgschaftsbank Thüringen:
(Stand: 19.08.2020)

Für Liquiditätskredite bietet die Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) ab sofort bis zum 31.12.2020 das Programm BBT Liqui 100 an.
Dieses vereint einen Kredit der Hausbank bis 250.000 Euro mit einer 100%igen Bürgschaftsübernahme der BBT.

Die Details zum Programm BBT Liqui 100 können Sie hier abrufen.

Liquiditätsunterstützung der Flessabank

Stand: 07.05.2020

Sind Sie und/oder Ihr Unternehmen direkt durch die Auswirkungen der aktuellen Krisensituation betroffen und Kunde der Flessabank? Wir sind als verlässlicher Finanzierungspartner wie bisher an Ihrer Seite und beraten Sie gerne. Mit einer vorübergehenden Aussetzung der Darlehensrate oder einer befristeten Erhöhung bzw. Einräumung eines Kontokorrentkredites können wir Ihnen bei einem durch die Krise ausgelösten Liquiditätsengpass helfen.
 
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zur Prüfung einer Liquiditätsunterstützung einige Informationen und Unterlagen benötigen. Die erforderlichen Unterlagen haben wir in einer hier eingestellten Checkliste zusammengefasst.  

Damit wir Sie gezielt und schnell beraten können, reichen Sie bitte zum Gespräch mit Ihrem Finanzierungsberater die Unterlagen vorab ein. Vielen Dank.

Hinweis: Zur Unterstützung der erforderlichen Liquiditätsplanung Ihres Unternehmens für die nächsten 12 Monate können Sie hier das Formular der KfW verwenden.

Sonstige Maßnahmen

Entschädigungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz für Selbständige (Stand: 30.03.2020)

Hier ist im Einzelfall zu prüfen, ob die Voraussetzungen (Verdienstausfall wegen eines Tätigkeitsverbotes beziehungsweise einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz) erfüllt sind.

Bayern:

Die Zuständigkeit liegt bei der zuständigen Bezirksregierung.
Weiterführende Informationen entnehmen Sie nachfolgendem Link http://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/668069451898 oder direkt der Homepage der zuständigen Bezirksregierung in Bayern.

Thüringen:

Die Zuständigkeit liegt beim:
Thüringer Landesverwaltungsamt
Referat 550 - Gesundheitswesen
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Merkblatt:

Inanspruchnahme professioneller Beratungsleistungen (Stand: 03.04.2020)

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil.

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Künstlerhilfeprogramm in Bayern
(Stand: 22.05.2020)

Hier finden Sie aktuelle Informationen zum beschlossenen Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler.

Zuständig für die Antragsprüfung, Bewilligung und Auszahlung der Finanzhilfe ist die für den Antragsteller örtlich zuständige Bezirksregierung. Die Beantragung ist ab sofort online möglich.

Überbrückungshilfe für Studierende
(Stand: 16.06.2020)

Ab dem 16.06.2020 können Studierende, die infolge der Corona-Pandemie in besonders akuter Not und unmittelbar auf Hilfe angewiesen sind, Überbrückungshilfe in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses bei ihrem Studenten- bzw. Studierendenwerk beantragen.

Nähere Informationen zur Überbrückungshilfe sowie zur Online-Beantragung erhalten Sie hier.

Gespräche mit sonstigen Gläubigern führen

Sprechen Sie bei finanziellen Engpässen ggf. mit Ihren weiteren Gläubigern, wie z. B. Vermietern, Lieferanten usw.

Wir bieten Ihnen eine individuelle, lösungsorientierte Beratung in allen unseren Niederlassungen an. Bitte vereinbaren Sie hierfür mit Ihrer Kundenberaterin oder Ihrem Kundenberater telefonisch oder per E-Mail einen Termin.

Die vorstehenden Informationen haben wir nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Gewähr für die jederzeitige Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Verfügbarkeit der bereitgestellten Informationen können wir allerdings nicht übernehmen.